Wann?

22.05.2026 – 17.01.2027

Uhrzeit?

10:00 – 17:00

Wo?

Museum Wiesbaden

Jugendstil und Symbolismus – Georg Lührig: Ein Meister aus Dresden

Schon mal von Georg Lührig gehört? Nein? Damit seid ihr nicht allein. Der Maler (1868–1957) hat fast 50 Jahre in Dresden gelebt und dort zusammen mit Künstlern wie Sascha Schneider und Oskar Zwintscher eine ziemlich eigene, geheimnisvolle Spielart von Jugendstil und Symbolismus entwickelt. Danach ist er fast komplett in Vergessenheit geraten. Das Museum Wiesbaden holt ihn jetzt zurück.

Fresken, die es eigentlich nicht mehr gibt

Bekannt war Lührig vor allem für seine riesigen Wandbilder in öffentlichen Gebäuden. Die wurden 1945 zerstört. Weil seine Erben dem Museum seinen Nachlass übergeben haben, sind aber die großformatigen Vorzeichnungen und Ölstudien erhalten. Sie wurden aufwendig restauriert und stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Die verlorenen Fresken „Der Tag – Sieg des Lichts“ und „Die Nacht“ wurden mithilfe von KI rekonstruiert und sind als große Projektion wieder zu sehen.

Projektion der rekonstruierten Fresken in der Lührig-Ausstellung
Blick in die Ausstellung. Foto: Museum Wiesbaden

Dazu kommen Landschaften, Tierbilder und Porträts in Kohle, Bleistift, Aquarell und Lithografie, bisher unveröffentlichte Arbeiten von seinen Reisen nach Rumänien und ein Medientisch, an dem ihr selbst durch Skizzenbücher, Zeichenmappen und Fotos aus dem Archiv blättern könnt.

Georg Lührig, Pelikan
Georg Lührig, Pelikan, 1900/01, Öl auf Leinwand, Albertinum © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Jürgen Karpinski

Unser Tipp: Nehmt euch Zeit für den Pelikan. Und wer abends nach der Arbeit vorbeischauen will: Donnerstags hat das Museum bis 21 Uhr offen.

Großformatige Vorzeichnung eines Freskos in der Lührig-Ausstellung
Blick in die Ausstellung. Foto: Museum Wiesbaden

Laufzeit: 22. Mai 2026 – 17. Januar 2027
Ort: Museum Wiesbaden
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr–So 10–17 Uhr, Do 10–21 Uhr
An jedem ersten Samstag im Monat ist der Eintritt frei.